14.05.2020

Velden ist Coronafrei und startet wieder durch!

„Velden ist Corona-Infektionsfrei. In unserer Gemeinde gibt es zurzeit keine Infizierten und auch keine Menschen in Quarantäne. Diese gute Nachricht ist Rückenwind für das schrittweise Hochfahren der Wirtschaft in unserer Gemeinde“. Mit dieser guten Nachricht begann Bürgermeister Ferdinand Vouk seine Berichte im Gemeinderat. Wie überall zu dieser Zeit war auch im Veldener Gemeinderat das Thema Corona und seine Folgen für die Menschen, die Gesellschaft, die Kultur, die Wirtschaft und die Politik omnipräsent. „Es ist die vordringlichste Aufgabe einer Gemeinde, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Und das ist uns sehr gut gelungen in den letzten Wochen“ so der Bürgermeister und schloss Dank an alle an, die dazu kräftig beigetragen haben. Erfreut zeigte er sich über die große Solidarität, die bei den BürgerInnen in dieser Zeit spürbar ist.

Velden lebt sehr stark vom Tourismus und gerade diese Branche ist durch die Krise besonders gebeutelt. Aber ab dem Wochenende geht es wieder los und die Gastronomen stehen in den Startlöchern. Die Gemeinde unterstützt die schwer getroffenen Betriebe indem sie im heurigen Jahr mehr öffentliche Flächen für Gastgärten und das zum Nulltarif zur Verfügung stellt. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Zu Pfingsten sperren dann die Hotels und auch das Strandbad wieder auf. „Wir werden noch lange Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Aber es zeigt sich ein Silberstreif am Horizont“ so der Bürgermeister

Sehr intensiv diskutiert wurde das Großprojekt „Amtshaus neu“. Nach dem Willen des Veldener Gemeinderates soll ja ein aus einem europaweiten, zweistufigen Architekturwettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangenes Projekt umgesetzt werden und das Gemeindeamt zu einem bürgerfreundlichen, modernen und behindertengerechten Amtshaus ausgebaut werden. Zusammen mit einem Partner, der noch gesucht wird, soll das auch aus städtebaulicher Sicht ambitionierte Projekt mit zwei angehängten Villen umgesetzt werden. Die Planung ist bereits so weit gediehen, dass das Projekt bei der Baubehörde eingereicht werden kann. Aufgrund der noch nicht absehbaren Folgen von Covid 19 für die Gemeindefinanzen und den daraus resultierenden künftigen Investitionsmöglichkeiten für die Gemeinde hat der Gemeinderat gestern einhellig die Notbremse gezogen und festgelegt, dass die bisher erbrachten Leistungen zwischenabgerechnet werden, der Bau zwecks Erwirkung einer Baugenehmigung bei der Behörde eingereicht wird und darüber hinaus das Projekt solange gestoppt wird, bis Klarheit über die weitere mögliche Umsetzung herrscht. „Diese Entscheidung über Fortsetzung oder nicht wird möglicherweise der nächste Gemeinderat treffen müssen, weil niemand sagen kann, wann diese notwendige Klarheit gegeben sein wird“ brachte es Gemeinderat Manfred Heissenberger auf den Punkt. Der Gemeinderat bekannte sich aber auch einhellig dazu, die Zeit bis zur Umsetzungsentscheidung zu nutzen und den Markt nach möglichen Umsetzungspartnern zu untersuchen. Das mit möglichst geringen Kosten und in einer Weise, die die Gemeinde noch zu nichts verpflichtet.

Ein Thema war auch die Jahresrechnung 2019. „Hier ist noch nichts von Covid 19 zu bemerken und haben wir im Vorjahr einen effektive Überschuss von rund 250.000 Euro erwirtschaftet“ berichtet Vizebürgermeisterin Mag. Birgit Fischer. Auch ein positives Maastricht-Ergebnis ist gegeben.

Ab Juni wird in der Gemeinde eine Pflegenahversorgung in Form einer Pflegekoordinatorin in Zusammenarbeit mit dem Sozialhilfeverband installiert. Die Aufgaben der Pflegekoordinatorin bestehen in erster Linie in Hilfestellungen, Information und Vernetzungstätigkeiten mit dem Ziel einer ambulanten statt stationären Pflegeversorgung. „Wir machen das trotz – nein eigentlich wegen Corona und das Land finanziert mit“ zeigt sich Vizebürgermeisterin Mag. Fischer erfreut.

Ebenfalls beschlossen wurde die Festlegung der Gemeindejagd und die gleichzeitige Aufteilung der Gemeindejagd in drei Jagdgebiete: Augsdorf, Köstenberg und Lind-Velden.

Für den Heimatweg in Lind, wo in den letzten Jahren 72 Wohnungen entstanden sind, wurde für die Sicherheit der Bewohner eine 30 km/h Beschränkung verordnet, worüber sich der zuständige Verkehrsreferent Vizebürgermeister Steiner sehr erfreut zeigte.

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