08.04.2019

Jede Minute zählt - Eishallen erhalten Defibrillatoren

Kärntner Eishockeyverband rüstet auf - Defibrillatoren für fünf weitere Eishallen in Kärnten - LH Kaiser und LHStv.in Prettner unterstützten Sicherheitsausrüstung und Flächenabdeckung mit Defi-Säulen in Kärnten

Klagenfurt (LPD). 45 % aller Todesfälle haben ihre Ursache in einem erkrankten Herz-Kreislaufsystem. Um dem plötzlichen Herztod - der Todesursache Nr. 1 in Österreich - entgegentreten zu können, wurde auch in Kärnten das Projekt "DEFI-Säulen-jede Minute zählt", ins Leben gerufen. Denn rasche Erste Hilfe kann im Fall eines Herzinfarktes lebensrettend sein und jeder Laie kann helfen. Das Ziel des Projektes ist klar: Flächendeckend sollen auch in Kärnten den Menschen lebensrettende Defibrillatoren zur Verfügung stehen. 56 Defi-Säulen wurden im Land bereits installiert, das Ziel sind 150 Standorte.

Jetzt kommen auf Initiative des Kärntner Eishockeyverbandes fünf weitere Defi-Standorte dazu und steigt damit die flächendeckende Ausrüstung mit Defibrillatoren in Kärnten. LH Peter Kaiser und LHStv.in Beate Prettner überreichten gestern, Donnerstag, dem Kärntner Eishockeyverband fünf weitere Defibrillatoren, die den Menschen vor Ort Sicherheit geben und die helfen, Leben in ernsten Situationen zu retten.

KEHV-Vizepräsident Klaus Hartmann, die KEHV-Verbandsärzte sowie Verbandkoordinator Michael Herzog-Löschnig haben in einer Kärnten weiten Abfrage den Bedarf an Defi-Säulen erhoben. Die Eishallen Radenthein, Velden, Steindorf, Wolfsberg und Völkermarkt werden nun mit den neuesten Geräten ausgestattet, die auch für die Lebensrettung von Kindern geeignet sind. Die Geräte des KEHV stehen abseits des Hallenbetriebs selbstverständlich der gesamten Öffentlichkeit 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

"Je schneller bei plötzlichem Herzstillstand Hilfe vorhanden ist, desto höher sind die Überlebenschancen. Jede Minute ohne Defibrillation sinkt für die Betroffenen die Chance, zu überleben bis zu zehn Prozent", verdeutlicht Landeshauptmann Peter Kaiser die Bedeutung. Und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner erklärt: "Der Defi ist gut sichtbar und öffentlich zugänglich. Dadurch können Laien bei plötzlichem Herzstillstand lebensrettende Maßnahmen einleiten. Über eine im Gerät integrierte Direktverbindung zum Roten Kreuz werden helfende Personen unterstützt. Außerdem können die Defibrillatoren über GPS geortet werden, und wird so die Rettung zum Unfallort geleitet."

Gemeinsam betonen Kaiser und Prettner: "Bewegung ist für alle Bevölkerungsgruppen wichtig und eine der maßgeblichsten Präventionsmaßnahmen gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Auch Risikogruppen sind angehalten, sich gesund zu bewegen. Mit den lebensrettenden Defibrillatoren in sämtlichen Regionen Kärntens wird beispielsweise genau diesen Risikogruppen Sicherheit geboten."

Fotohinweis: LPD Kärnten/Oskar Höher

Von links: Gottlieb Kowatsch/RK Leiter-Ausbildung, Walter Achner,Fabian Böck/RK Villach, LH Dr.Peter Kaiser,Michael Herzog/KEHV, LHStv. Dr.Beate Prettner, Dr. Klaus Hartmann/Vizepräsident, Veldens Bgm.Ferdinand Vouk, Dr.Holger Werner/Vereinsarzt, Franz Wutte/Land Kärnten und Obfrau Gabriele Pschernig/EC Velden

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